Gutes Salz - Jodsalz mit Fluorid

Jodsalz mit Fluorid ist fast reines Natriumchlorid mit einem Jodit-/Jodat- und Fluorid-Zusatz.

Herstellung

Zunächst wird Kochsalz aus Meerwasser oder aus Steinsalz hergestellt.

Meerwasser wird in warmen Ländern mit viel Sonne in große Becken geleitet, das Wasser verdunstet und übrig bleibt feuchtes Salz, das später mit Wasser zu einer Sole gemischt wird.

Steinsalz wird meist bergmännisch abgebaut und zerkleinert, gesiebt und gereinigt. Anschliessend wird das Salz mit Wasser gemischt.

Die Sole wurde früher in Siedepfannen eingedampft, heute meist in Vakuumanlagen das Wasser kontrolliert entzogen. Bei diesem Vorgang wird das Salz nochmal gereinigt und es bleibt fast nur noch Natriumchlorid übrig.

Damit Salz rieselfähig ist und nicht klumpt, muss das Salz einen bestimmten Restwassergehalt besitzen. Dem fast reinen Natriumchlorid werden daher verschiedene Stoffe (siehe Zusätze) zugegeben um die Rieselfähigkeit zu erhöhen, z.B das wasseranziehende (hygroskopische) Magnesiumchlorid. Natriumchlorid selbst ist nicht(!) hygroskopisch.

Jod wird in Form von Natrium-, Kalium- oder Calciumjodid/-jodat zugesetzt. Mitdem Zusatz soll Jodmangel-Erscheinungen wie Kropf (Struma), bei Schwangeren Schilddrüsenunterfunktion mit Entwicklungsstörungen beim Kind (Kretinismus) vorgebeugt werden.

Fluor wird meistens in Form von Natriumfluorid beigemischt und dient Stärkung von Knochen und Zähnen (Karies) im Falle eines Fluormangels

Das Jodsalz mit Fluorid kommt gemahlen als fluoriertes Jod-Speisesalz oder sehr fein gemahlen als Tafelsalz auf den Markt und kann ohne weitere Bearbeitung in der Küche genutzt und in Salzstreuer gefüllt werden.

Bewertung

Durch die reinigende Verarbeitung ist von den ursprünglich über 80 Elementen fast nur noch das Natrium und Chlor im Kochsalz enthalten, der typische und individuelle Geschmack eines Salzes geht völlig verloren.

Hinzu kommen stattdessen industrielle Zusätze, teilweise mit ungeklärten gesundheitlichen Wirkungen.

Fluor kann bei Überdosierung über einen längeren Zeitraum zu Schäden an Knochen und Zähnen führen.

Jod kann für allergische Reaktionen, Schilddrüsenstörungen z.B. Schilddrüsenüberfunktion verantwortlich sein.

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